Im Allgemeinen erzieht sich ein kleiner Prager Rattler sehr leicht.
Sie müssen nur eines beachten, Lob und auch Tadel, beides muss unmittelbar auf die Tat folgen.
Die leidige Stubenreinheit.
Es hat gar keinen Zweck den kleinen Hund zu schimpfen wenn Sie irgendwo ein Pfützchen finden, er weiß dann gar nicht warum Sie schimpfen. Wenn Sie ihn allerdings unmittelbar bei seinem kleinen Malheur ertappen dann muss selbstverständlich unmissverständlich laut geschimpft werden. Dann begreift er es auch.
Genauso sollten Sie auch mit dem Lob verfahren, wenn er etwas gemacht hat was Ihnen gefällt, wenn er alles richtig macht, dann sollten Sie auch mit einem ausgiebigen Lob nicht sparen, der Kleine wird sich sichtlich wohl fühlen wenn Sie ihn richtig toll loben.
Sie sollten einige Regeln beachten.
Ihr kleiner Welpe schläft noch verhältnismäßig viel. Aber sobald er aufwacht muss er unbedingt und auch ganz schnell nach draußen geführt werden um sich lösen zu können.
Erst dann darf er spielen und rumtoben.
Das gleiche gilt wenn er gerade gefressen hat, er muss anschließend unbedingt nach draußen um Pipi zu machen und um eventuell auch sein großes Geschäftchen verrichten zu können.
Anschließend können Sie mit ihm ein wenig spielen um ihn dann aber dringlichst noch einmal nach draußen zu führen bevor er wieder ein kleines Nickerchen machen darf.
Es empfiehlt sich, den kleinen Racker so gegen 22.00 bis 22.30 Uhr als letztes noch einmal nach draußen zu führen.
Nun kommt es natürlich ganz darauf an wo Sie Ihren kleinen Liebling schlafen lassen möchten. Sollten Sie sich dazu entschließen ihn mit in Ihr Schlafzimmer zu nehmen empfehle ich Ihnen folgendes:
Besorgen Sie sich einen großen Karton der so hoch ist, dass der Kleine nicht heraus kann. In diesen Karton stellen Sie sein Körbchen. Stellen Sie den Karton so präpariert vor Ihrem Bett auf. Ihr Welpe wird sich darin sicherlich nach kurzer Zeit sehr wohl fühlen. Er ist in Ihrer Nähe, etwas anderes will er ja gar nicht.
Wenn er dann in der Nacht oder gegen Morgen sein Geschäftchen verrichten muss wird er mit größter Wahrscheinlichkeit an der Kartonwand kratzen, davon werden Sie dann sicherlich aufwachen, können den Kleinen schnell schnappen und nach draußen führen. Sie werden sehen, er verrichtet sein Geschäft sofort, Sie können ihn wieder zurücktragen und in sein Körbchen setzen und die Nachtruhe kann fortgesetzt werden.
Möchten Sie Ihren Hund nicht im Schlafzimmer haben sondern geben ihm seinen Schlafplatz z.B. in Ihrer Küche ist das sicherlich auch kein Problem.
Ich würde Ihnen dann allerdings für die erste Zeit bis er stubenrein ist folgendes empfehlen: breiten Sie in der Nähe seines Körbchens ein zusammengefaltetes Bettlaken oder ähnliches, z.B. eine Unterlage aus der Krankenpflege aus, Ihr Hundekind wird dann sicherlich die Unterlage als Lösungsplatz akzeptieren und Ihnen nicht Ihre gesamte Küche während der Nacht verunreinigen.
Ich persönlich verwende die Schuhablagen aus dem Baumarkt, das sind flache Plasteschalen, als Einlage nehme ich ein Handtuch. Man kann es sicherlich auch mit Küchenrolle versuchen.
Sie sollten den Kleinen dann auch schon beizeiten ab und zu einmal für ganz kurze Zeit allein lassen, hier empfiehlt es sich, stellen Sie ihm nicht die gesamte Wohnung zur Verfügung sondern lassen Sie ihn in einem Raum wo Sie die Tür schließen können.
Wenn Sie mit optimistischer Einstellung an die Hundeerziehung herangehen werden Sie sehen, mit einer kleinen veränderten Zeiteinteilung, etwas mehr Arbeitsaufwand und ein wenig Einfühlungsvermögen werden Sie das hervorragend schaffen.
Ihr kleiner Hund möchte Ihnen auf alle Fälle alles nur recht machen, er möchte immer da sein wo Sie gerade auch sind, er klebt Ihnen förmlich an den Hacken und ist nur glücklich, wenn Sie ihn auch in Ihrer Nähe dulden. Er ist dankbar und immer gut gelaunt und vertreibt Ihnen auch eventuelle trübe Gedanken.